| Interview mit Tim Becker. Die Fragen stellte Bim Tecker. Bim: Hallo Tim! Tim: Hi, Bim. Bim: Tim, was ist die "Tim-Becker-Erfahrung?" Tim: Zunächst mal keine wirkliche Band. Die TBE findet sich nur von Konzert zu Konzert zusammen und fängt kurz vorher an zu proben. In der Zwischenzeit existiert die TBE praktisch nicht, wir haben auch keinen Proberaum. Auch die Besetzung wechselt von Konzert zu Konzert, es gibt keine festen Mitglieder sondern nur Gäste. Viele sind allerdings mittlerweile Dauergäste und bei jedem Konzert dabei. Wer schließlich auftritt und was singt bleibt bis zum Schluß offen. Das ist auch für uns spannend. Die TBE ist eben, wie der Name schon sagt, eine Erfahrung. Bim: Teilweise wird bemängelt Ihr seid zu dilletantisch!? Tim: Wir haben einige wirklich gute Musiker mit langjähriger Banderfahrung in unseren Reihen, wie z.B. Frank und Fezer, die jahrelang bei My Lai waren, oder Uli, die seit Kindesbeinen Klavier spielt, sowie viele andere aus diversen Bands. Natürlich klingt es manchmal bißchen schepp, denn schließlich haben wir keinen Proberaum und spielen viele Stücke auf der Bühne zum ersten Mal in Orginalbesetzung, oft zum ersten Mal mit Schlagzeug. Das klappt überhaupt nur weil einige recht gut sind. Die unterstützen dann die Neulinge die zum ersten Mal bei uns auf der Bühne stehen. Jane, Claudia, Elke und Sandra und einige andere haben bei uns ihr Gesangsdebut gegeben, mit Erfolg. Überhaupt verstehe ich die TBE auch als eine Art Sprungbrett für unerkannte Talente. Wir werden auch immer besser, manche beschweren sich schon wir wären gar nicht mehr lustig. Bim: Nochmal zurück zur ersten Frage, warum will die TBE keine Band sein? Tim: Aus meiner Zeit bei Ebeneezer und Grantchester weiß ich, wie nervig es in einer Band zugehen kann. Das ist nicht immer so toll, wie man es sich als Außenstehender vorstellt. Zum einem gibt es Eifersüchteleien untereinander. Deshalb gibt es bei der TBE nur Gäste und viele Instrumente sind doppelt besetzt. Keiner ist sauer darüber, es geht nicht darum, bei jedem Song dabei zu sein. Wir sind eben keine Band, sondern ein Forum, so eine Art moderne Fischerchöre. Der zweite Knackpunkt bei einer Band ist das regelmäßige Proben. Wenn innovativ Saure-Gurken-Zeit herrscht, werden die zum langweilgen Pflichtermin, ohne daß man es merkt. Bei der TBE gibt es das nicht, es gibt keine Proben. Nur unmittelbar vor dem Konzert. Und die machen immer Spaß. Bim: Wie paßt es da ins Bild, daß Ihr eine CD aufnehmt? Tim: Da ist schon ein kleiner Spagat, zugegebenermaßen. Die eigenen Stücke werden von einer Art Band in der Band, besser: Band in der Erfahrung, gespielt, wobei die Besetzung bei der CD auch nur eine Momentaufnahme ist. Die Stücke dieser Band bedienen sich quasi der TBE als Forum. Und sie tritt auch nur in diesem Forum auf. Bim: Wie wird euer Repertoire in Zukunft aussehen? Tim: Zu den eigenen Stücke, die sich teilweise auf der CD befinden, werden neue hinzukommen. Ich hoffe, daß bis Ende des Jahres soviel Material zusammen ist, daß wir eine full-length CD machen können, dann übrigens mit allen TBE'lern. Live wird es nach wie vor massig Cover-Versionen geben. Stücke wie "Jeanny" von Falco werden uns sicher erhalten bleiben. Seit längerem wollen wir auch schon ein paar Sachen von den Scherben machen, und warum nicht mal was von den Pet Shop Boys oder von The Clash. Wir könnten auch nochmal unplugged "The Number of the Beast" von Iron Maiden geben. Bim: Wie wird man TBE'ler? Tim: Zum ersten Konzert habe ich die Leute zusammengetrommelt, danach kamen sie auf mich zu, weil Ihnen die Konzerte gefielen und sie mitmachen wollten. Wer zu Hause in der Badewanne singt oder ein Instrument spielt, kann sich jederzeit bei mir melden. Nachwuchs ist stets willkommen. Bim: Wann ist die TBE mal wieder live zu hören? Tim: Wenn der Vertrieb der CD angelaufen ist, wollen wir uns darum kümmern. Dann wird es auch eine CD-Release Party geben. Der Termin wird rechtzeitig auf der Homepage der TBE bekanntgegeben. Bim: Danke, Tim! Tim: Bitte, Bim. |